Eppingen und Stadtteile

Zwischen Odenwald und Schwarzwald liegt Eppingen im Herzen des Kraichgaus. Der landwirtschaftlich genutzte Raum und das milde Klima zog schon vor Jahrtausenden Menschen in diese Region und so kann Eppingen auf eine über tausendjährige Geschichte zurückblicken. In sieben Stadtteilen sind rund 22.000 Einwohner zuhause, dabei verteilt sich diese Zahl zur Hälfte auf die Eppinger Kernstadt und zur Hälfte auf die Ortsteile Adelshofen, Elsenz, Kleingartach, Mühlbach, Richen und Rohrbach.

Eppingen

Als Große Kreisstadt übernimmt Eppingen zahlreiche Verwaltungsaufgaben in der Region. Darüber hinaus sind verschiedene landes- und kreisangehörige Behörden hier ansässig. Eppingen versteht sich auch als Einkaufsstadt für rund 55.000 Menschen im Einzugsgebiet und als Schulstadt mit insgesamt 13 städtischen Grund- und weiterführenden Schulen. Mit rund 120 freigelegten Fachwerkhäusern aus verschiedenen Epochen besitzt Eppingen rund um den Pfeifferturm und in seiner Altstadt einen Reichtum an diesem Haustyp, wie wir ihn sonst nirgends zwischen Rhein und Neckar, Schwarzwald und Odenwald finden. Fachwerkensemble in den Straßen der Altstadt lassen den Besucher mittelalterliche Reichsstadtromantik erahnen und die Entwicklung im Fachwerkbau nachvollziehen. Mit dem Stadt- und Fachwerkmuseum „Alte Universität“ bietet Eppingen neben Beiträgen zur Stadtgeschichte auch wechselnde Ausstellungen regionaler Künstler.

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Adelshofen

Adelshofen wurde erstmals unter dem Ortsnamen „Otolshoven“ im Jahre 1287 erwähnt. 1806 fiel die Ortschaft an das Großherzog­tum Baden, 1924 wurde die bis dahin selbständige Gemarkung Dammhof mit der Gemeinde Adelshofen vereinigt. 1971 wurde Adelshofen von der Stadt Eppingen eingemeindet und hat heute 1.484 Einwohner. Auch über die Region hinaus bekannt wurde der Stadtteil 2019 durch den Bibersee, ein von Bibern errichtetet Stausee der ein wahres Naturspektakel bietet. Adelshofen hat jedoch mehr zu bieten: von der evangelischen Kirchr, die durch den halbrunden Grundriss eine besondere architektonische Buaweise zeigt bis hin zum Lammplatz in der Dorfmitte oder auch dem Lebenszentrum mit dem theologischen Seminar un der Kommunität.

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Elsenz

Das Dorf Elsenz liegt am Ursprung des Flüsschens Elsenz, welches sich auch über das Gartenschau-Gelände zieht und im Zuge der Bauarbeiten renaturiert wurde. Beinflusst von Ackerland, Wald und Rebland ist es jedoch vor allem der Tabakanbau, der den Stadtteil bis heute geprägt hat. Im Tabakmuseum kann man in die Historie einblicken, das alte Handwerk wiederentdecken und die Tradition erleben. Mit dem Elsenzer See und den angrenzenden Freizeitmöglichkeiten wie dem Beachvolleyballfeld oder dem Calisthenics Park bietet Elsenz eine Vielfalt, die vor allem in den Sommermonaten Menschen aus dem ganzen Stadtgebiet anlockt. (Foto: Thunert)

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Kleingartach

Der Weinort mit seinen 90 Hektar Rebland wurde 1971 nach Eppingen eingemeindet. Die gute Stube im Ortsteil ist die Weinbaustube, die den Charakter des Stadtteils aufgreift. Kleingartach mit seinen Neubaugebieten, umgeben von Rebhängen, hat sich von einem ehemals landwirtschaftlich geprägten Städtchen zu einer beliebten Wohngemeinde entwickelt. Besonders durch die Wahl von Julia Böcklen zur Württembergischen Weinkönigin 2019/2020 wurde Kleingartach überregional bekannt.

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Mühlbach

Geprägt vom traditionellen Handwerk und den Steinbrüchen mit den Steinmetzbetrieben am Ortsrand, ist Mühlbach als Steinhauerdorf auch weit über die Stadtgrenze hinaus bekannt. Seit 1998 befindet sich im Rathaus-Untergeschoss das Steinhauermuseum. Es erzählt die Geschichte von den Anfängen des Sandsteinabbaus über die Blütezeit bis zum Niedergang. Ergänzt wird die Ausstellung mit dem Sandsteinpfad. Durch die Stadtbahnhaltestelle in Eppingen und Sulzfeld bieten sich hervorragende Ausflugs- und Wandermöglichkeiten für Gruppen und Familien mit Kindern über die Ravensburg bei Sulzfeld oder den ehemaligen Wallfahrtsort Ottilienberg mit guten Einkehrmöglichkeiten in den Mühlbacher Gaststätten.

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Richen

Richen ist das traditionelle Bauerndorf unter den Stadtteilen – In der Ortsmitte sind zahlreiche historische Fachwerkhäuser – Wohn- und Wirtschaftsgebäude – erhalten, die teilweise bis ins 16. und 17. Jahrhundert zurückdatieren. Im ehemaligen Farrenstall wurde 2000 das Bauernmuseum eröffnet. Einige so genannte Modellhöfe aus dem 18. und 19. Jahrhundert findet man längs der Hauptstraße. Auch ein Renaissance-Torbogen mit Neipperg’schem Wappen von 1597 ist hier aufgestellt. Für Naturliebhaber ist der Streuobstlehrpfad ein interessantes Ausflugsziel. Durch die gute Verkehrsanbindung zur A6 sowohl in Richtung Fürfeld als auch Steinsfurt ist Richen zentral gelegen. Als einziger Stadtteil ist das Dorf durch die S-Bahn Rhein-Neckar auch auf der Schiene mobil und liegt auf der Verbindungsstrecke von Heidelberg über Sinsheim nach Eppingen.

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Rohrbach

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Der renaturierte Bachlauf der Rohrbach prägt den Ortskern und bringt einen außerordentlichen Naturraum zurück in den Stadtteil. Idyllisch gelegen und doch in direkter Anbindung zur Bundesstraße 293 wurde der Stadtteil zum beliebten Wohnort. Kennzeichnend für Rohrbach ist das ehemalige Wasserschloss, die Feld- und Wegkreuze und die Kapellen, die als beliebte Ziele für Wanderer und Radfahrer gerne angenommen werden. Mittelständische Wirtschaftsunternehmen und Landwirtschaft sind Zweige, die Rohrbach prägen.