Baustart zur Sanierung des „Schwanen“

Veröffentlicht am: 23. September 2019

3,2 Millionen Euro für den Umbau zum Bürger- und Vereinshaus

Mit einer kleinen Feier starteten am vergangenen Dienstag, 10. September die Umbaumaßnahmen für eine umfassende Sanierung des ehemaligen Gasthauses „Schwanen“ in der Bahnhofstraße in Eppingen. Für rund 3,2 Millionen Euro wird das Gebäude zum Dreh- und Angelpunkt für die Gartenschau. Der „Schwanen“ soll 2021 den Treffpunkt Baden-Württemberg und damit die offizielle Vertretung der Landesregierung bei der Gartenschau beherbergen. Danach wird das Gebäude mit rund 1.000 Quadratmeter Nutzfläche auf allen drei Ebenen zu einem Haus für Bürger und Vereine. Knapp zwei Millionen Euro erhält die Stadt aus dem Förderprogramm Soziale Infrastruktur im Quartier des Landes als Zuschuss. „Ohne diese großzügige Förderung wäre dieses Projekt nicht möglich gewesen“, betonte Oberbürgermeister Holaschke. Vorgesehen ist auch eine Seniorenbegegnungsstätte für die Integrations- und Seniorenstelle. Der Schwanensaal steht dann für öffentliche Veranstaltungen bereit. Auch können Räumlichkeiten von der Bürgerschaft für private Veranstaltungen angemietet werden. „Der Gemeinderat hat mit der Entscheidung zum Kauf und zum Umbau großen Mut bewiesen“, sagte Holaschke. Ziel sei es, mitten in der Stadt ein Bürgerhaus als Begegnungsstätte mit Flair zu schaffen, die in der Innenstadt bisher noch fehlt.

Architekt Professor Henning Baurmann vom Karlsruher Büro Baurmann und Dürr erläuterte, dass die Multifunktionalität des ortsbildprägenden Gebäudes die Planung sehr schwierig gemacht habe. „Jede Etage wird simultan anders bespielbar ausgebaut“, erklärte Baurmann, der mit seinem Team bereits die Sanierung des historischen Bahnhofsgebäudes in Eppingen begleitet hat. Die Anforderungen an die moderne Technik, Barrierefreiheit und den Brandschutz seien große Herausforderungen für die Fachplaner. Bis Jahresende sollen die Räume bis auf eine Rohbaustruktur zurückgebaut werden. Neben drei großen Veranstaltungssälen in jedem Stockwerk sorgt ein Aufzug für Barrierefreiheit und auch ein zweiter Fluchtweg muss eingebaut werden. Markant wird der mit Holz verkleidete Anbau, der zu einem Aussichtsturm während der Gartenschau umfunktioniert wird. Als „beispielgebend“ bezeichnete Professor Bauermann die vorausschauende Immobilienpolitik der Stadt. Bis vor kurzem war das Eppinger Figurentheater im „Schwanen“ untergebracht. Im November 2019 wird die Interimsspielstätte in der ehemaligen Sparkasse in der Ludwig-Zorn-Straße eröffnet.

v.l. Bürgermeister Peter Thalmann, Mandy Ulrich vom Planungsbüro Gomer, Oberbürgermeister Klaus Holaschke und Architekt Prof. Henning Bauermann stoßen auf den Start der Sanierungsarbeiten im Schwanengebäude an.

 

 

 

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