Vorentwurfsplanung für die Gartenschau Eppingen 2021

Veröffentlicht am: 1. Februar 2017

Kostenkalkulation liegt bei knapp elf Millionen Euro

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 30. Mai einstimmig die Vorentwurfsplanung für die Gartenschau in Eppingen im Jahr 2021 beschlossen. Auf der Grundlage dieser Vorentwurfsplanung werden nun die Planentwürfe erarbeitet. Die aktuelle Kostenschätzung beläuft sich auf rund elf Millionen Euro netto. Ausgehend von einer Gesamtförderung der Gartenschau mit 50 Prozent verbleibt bei der Stadt Eppingen eine Investitionssumme von 5,5 Millionen Euro netto.

Die Vorentwurfsplanung beinhaltet Grundzüge wie die Erschließungskonzeption durch die Daueranlagen mit Altstadtpromenade, dezentralem Wegesystem zur Erschließung der Aufenthaltsbereiche und Zugangsmöglichkeiten zu Elsenz, Hilsbach und Stadtweiher. Vorgesehen ist die Neugestaltung des Mühlkanals als urbanes Freielement im Bereich der Altstadtpromenade vom Kleinbrückentorplatz bis zum Altstadtring durch Ausbildung eines geschlossenen Wasserkreislaufes. Im Bereich des neuen Mühlkanals ist auch der Kleinbrückentorplatz Bestandteil der Planung. Der bestehende Kiosk entfällt zugunsten eines großzügigen Antritts zur Gartenschau.

Der Eingangsbereich in die Altstadt wird gesamthaft überplant. Hierfür soll eine bauliche Erweiterung der Brücke über den Hilsbach zugunsten des Fahrradverkehrs entstehen. Insgesamt entstehen fünf Brücken, die dem Fußgänger- und Radwegeverkehr dienen. Die genaue Gestaltung ist noch zu beraten.

Die Leiergasse wird über einen neu zu gestaltenden Kräutergarten mit dem Areal Bachwegle verbunden. Hierdurch wird ein weitgehend öffentlich erlebbarer Raum geschaffen. Ein Plateau entlang der neu restaurierten Stadtmauer bietet einen Verweilraum und die Möglichkeit, sich einen Überblick über das Areal Bachwegle zu verschaffen.

Der Postweg wird künftig als gemischt genutzte verkehrsberuhigte Zone ausgebildet. Wesentliche Teilbereiche des Bürgerparks sind der Steinplatz, ausgebildet als Spielfläche und Aufenthaltsbereich. Ebenfalls beinhaltet im Bürgerpark ist der Fachwerkpfad, ein Stadtweiher, allerdings ohne direkte Verbindung zur Elsenz und ein großzügiges Holzpodest, das über eine Treppenanlage aus Richtung Bahnhof erschlossen wird.

Die Renaturierung von Elsenz und Hilsbach erfolgen unter dem Grundsatz, dass neben der ökologischen Wertigkeit der Erlebnis-, Erholungs- und Freizeitwert erreicht wird. Der Zusammenfluss von Elsenz und Hilsbach wird als erlebbarer Bereich gestaltet. Hierzu tragen ausgebaute Wege und eine Platzsituation bei. Elsenz und Hilsbach können über eine Furt aus Trittsteinen überquert werden.

Die Freiräume des Schwanen-Areals werden ebenfalls neu gestaltet. Zentrale Ziele sind die flexiblen Nutzungs- und Gestaltungsmöglichkeiten und die bauliche Ausbildung eines Zugangs zur renaturierten Elsenz.

Auf der Grundlage der Vorentwurfsplanung sind nun die fachtechnischen Planungen beispielsweise für die Renaturierungsmaßnahmen oder Brückenbauwerke zu erstellen sowie die wasser- und naturschutzrechtlichen Anforderungen abzuarbeiten.

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