Landschaftsplanerischer Realisierungswettbewerb ist entschieden

Veröffentlicht am: 4. Juli 2016

Vorstellung der prämierten Wettbewerbsbeiträge am 6. Juli, ab 19 Uhr, in der Stadthalle

Am vergangenen Freitag, dem 1. Juli, hat das Preisgericht zum Realisierungswettbewerb zur Gartenschau Eppingen 2021 die Preisträger gekürt. Aus 15 eingereichten Wettbewerbsbeiträgen konnte das Planungsbüro PLANORAMA den Wettbewerb mit dem mit 25.000 Euro dotierten ersten Preis für sich entscheiden, gefolgt von HEINISCH Landschaftsarchitekten mit dem zweiten Preis, für den 20.000 Euro ausgeschrieben sind. Der dritte Preis mit 15.000 Euro geht an Franz Reschke Landschaftsarchitektur und für den vierten Preis erhält das Büro A24 LANDSCHAFT GmbH 10.000 Euro. Der Wettbewerb wurde mit Preisgeldern in Höhe von insgesamt 80.000 Euro ausgelobt, sodass 10.000 Euro für Anerkennungen zur Verfügung stehen.

„Die Gartenschau Eppingen 2021 ist ein gesamtstädtisches Freiraumkonzept. Zugleich werden die Stadtteile mit den dabei gewonnenen Infrastrukturen besser vernetzt und in noch stärkerem Maße zu einer kommunalen Einheit zusammenwachsen. Unser Bewerbungsmotto‚ Eppingen spannt den grünen Bogen um die historische Altstadt‘ ist mit den prämierten Planungskonzepten aus dem Realisierungswettbewerb in greifbare Nähe gerückt. Durch nachhaltige und zukunftsweisende Veränderungen werden wir durchgängige und vernetzte Freiräume von hoher Freizeit- und Aufenthaltsqualität für unsere Einwohner und Besucher schaffen“, freute sich Oberbürgermeister Klaus Holaschke über die hohe Qualität der eingereichten Wettbewerbsbeiträge.

„Mit dem heutigen Tag hat die Stadt Eppingen einen weiteren Meilenstein für die Gartenschau Eppingen 2021 gesetzt. Der landschaftsarchitektonische Realisierungswettbewerb mit Ideenteil ist ein wichtiger Garant für die Aufwertung der Grün- und Freiräume. Ich beglückwünsche die Stadt zu den ausgewählten Preisträgern. Urbanes Grün ist ein Schlüsselelement für Lebens- und Wohnqualität in einer Stadt. Mit der Gartenschau leistet Eppingen einen zukunftsweisenden Beitrag für die Entwicklung der Stadt“, sagte Marc Calmbach vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz.

„Eine wesentliche Vorgabe war die Ausbildung eines Rundwegs um die Altstadt als wichtiger Beitrag für die Erfassung des ‚Grünen Bogens‘. Darüber hinaus kommt der Renaturierung der Elsenz auch im Sinne einer gesteigerten Erlebbarkeit eine besondere Bedeutung zu“, sagte der Geschäftsführer des städtischen Gartenschau-Betriebs Bürgermeister Peter Thalmann zum Wettbewerbsverfahren.

Vorstellung der Sieger-Beiträge
Am Mittwoch, dem 6. Juli, werden die Siegerbeiträge im Rahmen einer Bürgerinformation mit fachlich begleiteter Führung vorgestellt und erläutert. Die Veranstaltung findet ab 19 Uhr in der Stadthalle Eppingen statt. Im Anschluss an die Bürgerinformation können die Wettbewerbsbeiträge bis Sonntag, dem 10. Juli, in der Stadthalle am Berliner Ring besichtigt werden. Geöffnet ist die Ausstellung am Donnerstag und Freitag, jeweils von 15 bis 18 Uhr, am Samstag von 11.30 bis 15 Uhr und am Sonntag von 13 bis 17 Uhr.

Die Entscheidungsgrundlagen
Landschaftsgestaltung, Funktionalität sowie soziale und ökologische Belange waren wichtige Entscheidungsgrundlagen für die Preisrichter zur Ermittlung der Preisträger aus dem freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb mit Ideenteil. Zudem legten die Auslober Wert auf nachhaltige und wirtschaftliche Lösungen. Aber auch die Lage und Bedeutung von Eppingen, die Stadtgeschichte, die Bedeutung von Wirtschaft und Tourismus, die bisherige Entwicklung der Stadt und ihrer Freiräume, die örtlichen Fließgewässer „Elsenz“ und „Hilsbach“ sowie die Verkehrs- und Erschließungssituationen waren Aspekte, die in den Konzepten zu manifestieren waren, um so den Charakter und die Identität der Stadt zu erhalten und im regionalen Umfeld hervorzuheben.

Der Wettbewerb
Als gemeinsame Träger der Gartenschau Eppingen 2021 haben die Stadt Eppingen und das Land Baden-Württemberg das Wettbewerbsverfahren miteinander ausgelobt. Inhaltlich gliederte sich der Auslobungstext in zwei Teile. Zum einen wurden die allgemeinen und formalen Voraussetzungen und Bedingungen des Wettbewerbsverfahrens dargestellt. Im zweiten Teil waren die zentralen inhaltlichen Aussagen des Rahmenplans sowie die Anregungen des Gemeinderats und der Bürgerschaft als planerische Zielsetzungen zusammengefasst. Insbesondere suchte die Stadt nach Konzepten, wie private Flächen, aber auch innerstädtische Plätze und Räume im Durchführungsjahr in die Gartenschau integriert werden können. Die vorgegebenen Bereiche für den Realisierungswettbewerb waren die Teilbereiche „Bachwegle“, „Schwanenareal“, „Bürgerpark Bahnhofswiesen“ und „Zusammenfluss von Hilsbach und Elsenz“. Der Ideenteil des Wettbewerbs befasste sich mit dem Verlauf des Hilsbach vom Parkweg über den Altstadtring, den Karlsplatz, die Spitzgärten bis zum Festplatz. Bewerbungsschluss war der 6. Juni.

Das Preisgericht
Das Preisgericht war mit 28 Personen gebildet und wurde vor der endgültigen Abfassung der Auslobung gehört. Es tagte in nicht-öffentlicher Sitzung. Dem Preisgericht gehörten die Sachpreisrichter und Sachpreisrichterinnen als Vertreter der Auslober Oberbürgermeister Klaus Holaschke, Marc Calmbach (Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz), die Stadträte Klaus Scherer, Michael Mairhofer und Jörg Haueisen sowie Stadträtin Brigitte Hilker an. Fachpreisrichter waren Bürgermeister Peter Thalmann, die Landschaftsarchitekten und -architektin Axel Lohrer (München), Michael Glück (Stuttgart), Professor Hubert Möhrle (Stuttgart), Anette Dupper (Bad Friedrichshall), Stephan Lenzen (Bonn) und Architekt und Stadtplaner Karl Haag (Stuttgart). Als sachverständige Berater ohne Stimmrecht wirkten der Geschäftsführer der Fördergesellschaft für die baden-württembergischen Landesgartenschauen mbH, Martin Richter, Dipl.-Ing. Peter Dresen vom Regierungspräsidium Stuttgart, der Vorsitzende des Eppinger Obst- und Gartenbauvereins, Erhard Hahn, und Dipl.-Ing. Simon Schuster vom Sinsheimer Ingenieurbüro Willaredt an der Preisvergabe mit. Verantwortlich für die Wettbewerbsbetreuung und -vorprüfung war das Landschaftsarchitekturbüro Stötzer (Freiburg) in Zusammenarbeit mit der Stadt Eppingen.

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